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	<title>Neurone &#38; Normen</title>
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	<description>Neurowissenschaften, Ethik &#38; Recht</description>
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		<title>5% der deutschen Studenten Enhancen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 23:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste repräsentative Erhebung über Enhancement unter deutschen Studierenden ist erschienen (Middendorff /Poskowsky /Isserstedt hier verfügbar). Die Autoren betrachten 5% der Studierenden als &#8220;Hirndoper&#8221;, (die Substanzen zur Leistungssteigerung einnehmen) im Vergleich zu an deren Studien erscheint dies als ein realistischer Wert  (die DAK berichtete unter etwas anderen Fragen ebenfalls von rund 5% der Arbeitnehmer, Hildt/Francke/Lieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste repräsentative Erhebung über Enhancement unter deutschen Studierenden ist erschienen (Middendorff /Poskowsky /Isserstedt<a title="HIS Studie" href="http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201201.pdf" target="_blank"> hier verfügbar</a>).</p>
<p>Die Autoren betrachten 5% der Studierenden als &#8220;Hirndoper&#8221;, (die Substanzen zur Leistungssteigerung einnehmen) im Vergleich zu an deren Studien erscheint dies als ein realistischer Wert  (die DAK berichtete unter etwas anderen Fragen ebenfalls von rund 5% der Arbeitnehmer, Hildt/Francke/Lieb von 3% Prozent Schüler/Studenten). Doch leicht verwunderlich sind die konsumierten Substanzen. An der Spitze stehen nicht weiter benannte &#8220;Medikamente&#8221;  (35%, Methylphendiat und Modafinil sind gesondert ausgewiesen). Sofern es sich dabei um Schlafmittel, Antidepressiva o.ä. handelt, dürfte also ein gewisser Teil eher eine Selbstmedikamentation darstellen &#8211; gut, Grenzen sind in diesen Graubereichen nicht mehr genau zu ziehen. An zweiter Stelle steht Cannabis, das in der Enhancementdiskussion nur eine geringe Rolle spielt.  Aber eigentlich liegt es auf der Hand: Stressabbau, und in Disziplinen, die kreatives Denken erfordern, mag das ja interessante Assoziationen ermöglichen. Erst danach kommen Methylphenidat, Amphetamine und Modafinil.</p>
<p>In der Studie finden sich noch eine Reihe anderer ganz interessanter Fakten.</p>
<p>„<a href="http://www.his.de/presse/news/ganze_pm?pm_nr=989" target="_blank">Formen der Stresskompensation und Leistungssteigerung bei Studierenden“ (HIS:Forum Hochschule 1|2012)</a>.</p>
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		<title>Electric Self-Stimulation and Homosexual Man (1972)</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 18:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Krass.. Ich bin geschockt..  Dass man die Experimente mit Ratten, denen man Elektroden in ihr Belohnungszentrum implantiert hatte, die sie durch Hebeldrücken selbst auslösen konnten, auch auf Menschen übertragen hatte, war mir klar. Welche Ausmaße das hatte, nicht. Einer der Pioniere, der amerikanische Forscher Heath, setzte in den 50ger Jahren einigen  Patienten Elektroden ins Gehirn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Krass.. Ich bin geschockt..  Dass man die Experimente mit Ratten, denen man Elektroden in ihr Belohnungszentrum implantiert hatte, die sie durch Hebeldrücken selbst auslösen konnten, auch auf Menschen übertragen hatte, war mir klar. Welche Ausmaße das hatte, nicht. Einer der Pioniere, der amerikanische Forscher Heath, setzte in den 50ger Jahren einigen  Patienten Elektroden ins Gehirn ein, die sie über eine Vorrichtung selbst steuern konnten. Selbstverständlich ging es damals nur um Patienten, die man anders nicht heilen konnte.. naja, also höchst fragwürdige Experimente mit psychisch Kranken. Bei bestimten Hinregionen konnten positive Empfindungen erzeugt werden, häufig auch sexueller Natur (in diesem Originalvideo erwähnt eine offenbar geistig eingeschränkte Patientin ihren &#8220;sexy-button&#8221;, und dass es dann &#8220;all the way down&#8221; gehe).</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ys0PmUQvzmw" frameborder="0" width="425" height="350"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Tieren entdeckte man schnell, wie hervorragend sich der direkte Zugang zum Belohnungszentrum als positiver Verstärker zum Konditionieren einsetzen ließe. Was ich nicht wusste: Genau diesen Effekt setzte man auch beim Menschen ein. Und zwar zur Förderung der Heterosexualität. Ich habe lange kein Paper gelesen, das auf jeder Seite abstruser, nein verstörender wurde, und kann nur jedem Interessierten empfehlen, diese 7 Seiten zu lesen Moan / Heath (1972). Septal Stimulation for the Initiation of Heterosexual Behavior in a Homosexual Male. <em>Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry</em>. 3: 23-30. (<a href="http://www.scribd.com/doc/6052271/Septal-stimulation-for-the-initiation-of-heterosexual-behavior-in-a-homosexual-male" target="_blank">inoffical link here)</a></p>
<p>Die Gruppe um Heath implantierte einem 24-jährigen Patienten, der offensichtlich an den <em>gesellschaftlichen</em> Folgen seiner Homosexualität litt,  Elektroden in die<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Septal_nuclei" target="_blank"> septal region</a> (im limbischen System).  Als positive Verstärker stimulierte man das Belohnungssystem während man ihm hetereosexuelle Filme vorspielte &#8230;(und so weiter).. Zeitweilig war er dabei &#8220;close to overwhelming euphoria&#8221; und man musste ihn gegen seinen &#8220;vigorous protest&#8221; disconnecten. Doch die Stimulierung schien Wirkung zu zeigen, er reagierte nun auch auf die konditionierten weiblichen Stimuli&#8230;. Heterosexualität lässt sich also konditionieren..</p>
<p>Das ist schon hart &#8211; und jetzt wirds richtig bizarr: Weil das alles so gut funktionierte, wollte man es dann auch gleich ganz vollbringen. So ließ man unter einer Sondergenehmigung (USA!) eine 21-jährige Prostituierte ins Labor kommen, richtete den zweien ein Zimmer mit <em>privacy</em> ein und verlängerte die aus dem Gehirn hängenden Kabel ins Nachbarzimmer, damit sich die beiden ungestört begegnen konnten -  während der Patient die ganze Zeit am EEG angeschlossen war.</p>
<p>Anschließend soll der Patient tatsächlich heterosexuelle Liebschaften gehabt haben.</p>
<p>Nein, sowas konnte ich mir tatsächlich nicht vorstellen. .Wer ähnliche Studien kennt, her damit..</p>
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		<title>Neurone, Noten &amp; Narrative</title>
		<link>http://www.neuroethik.org/neurone-noten-narrative</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 11:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Ausklang zwei interessante Videos: Das eine, ein Vortrag von Prof. Günther Frankenberg (Frankfurt), &#8220;Menschenrechte als Rechtfertigungsnarrative&#8220;, gehalten 2009 auf der Jahreskonferenz des Frankfurter Excellenzclusters, aber zeitlos. Wiederholt sich die ewige Erzählung von Gut und Böse, Sklaverei und Befreiung, heute in der Narrative der Menschenrechte? Implizieren human rights als Gegenstück auch immer schon state authority, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Ausklang zwei interessante Videos:</p>
<p>Das eine, ein Vortrag von Prof. Günther Frankenberg (Frankfurt),<strong> &#8220;Menschenrechte als Rechtfertigungsnarrative</strong>&#8220;, gehalten 2009 auf der Jahreskonferenz des Frankfurter Excellenzclusters, aber zeitlos. Wiederholt sich die ewige Erzählung von Gut und Böse, Sklaverei und Befreiung, heute in der Narrative der Menschenrechte? Implizieren human rights als Gegenstück auch immer schon state authority, bedingen sich beide einander? Stuff for thought. <a title="Frankenberg Menschenrechtsnarrative" href="http://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/jahreskonferenzen/245-panel-iii-menschenrechte-als-rechtsfertigungsnarrative" target="_blank">Watch it here </a>(kann man leider nicht einbetten).</p>
<p>Das andere, <strong>Neuronen &amp; Noten</strong>, ein ARTE Doku über Musik und Hirnforschung (läuft am 31.12., Wiederholungen: Di , 3. Januar 2012, 03:05 und Mo. 9. Januar 2012, 10:55 &#8211; irgendwann nimmt es ARTE ausm Netz und ist dann auch hier nicht mehr einsehbar).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein erfolgreiches 2012 wünscht Christoph!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nachtrag: Verfassungswidrige Zwangsbehandlungen Teil 2</title>
		<link>http://www.neuroethik.org/nachtrag-verfassungswidrige-zwangsbehandlungen-teil-2</link>
		<comments>http://www.neuroethik.org/nachtrag-verfassungswidrige-zwangsbehandlungen-teil-2#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 15:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychische Integrität]]></category>
		<category><![CDATA[BVerfG]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsbehandlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das BVerfG hat nun auch Zwangsbehandlungen von im Maßregelvollzug Untergebrachten nach dem Unterbringungsgesetz Baden-Württembergs für verfassungswidrig erklärt (2 BvR 633/11 vom 12.10.2011).  Auch B-W hat eine sog. einsichtsunabhängige Ermächtigungsgrundlage, d.h. eine solche, die nicht danach unterscheidet, ob Betroffene ausreichende kognitive Fähigkeiten besitzen um rechtlich als selbstbestimmt zu gelten. Dann wären Zwangsbehandlungen verfassungswidrig. Sie sind: &#8220;ausschließlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das BVerfG hat nun auch Zwangsbehandlungen von im Maßregelvollzug Untergebrachten nach dem Unterbringungsgesetz Baden-Württembergs für verfassungswidrig erklärt (<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20111012_2bvr063311.html" target="_blank">2 B</a><a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20111012_2bvr063311.html" target="_blank">vR 633/11 vom 12.10.2011)</a>.  Auch B-W hat eine sog. einsichts<em>un</em>abhängige Ermächtigungsgrundlage, d.h. eine solche, die nicht danach unterscheidet, ob Betroffene ausreichende kognitive Fähigkeiten besitzen um rechtlich als selbstbestimmt zu gelten. Dann wären Zwangsbehandlungen verfassungswidrig. Sie sind:</p>
<p><em>&#8220;ausschließlich im Fall krankheitsbedingter Einsichtsunfähigkeit zulässig &#8230; [Dass] <span style="text-decoration: underline;">ein Bewusstsein hierfür in den medizinischen und juristischen Fachkreisen noch nicht allgemein verbreitet</span> und eine gesetzliche Regelung, wie im Beschluss des Senats vom 23. März 2011 festgestellt, unverzichtbar ist, illustriert nicht zuletzt der vorliegende Fall, in dem weder die Klinik noch die Fachgerichte sich mit der Frage, ob beim Beschwerdeführer eine krankheitsbedingte Unfähigkeit zur Einsicht in die Notwendigkeit der Behandlung besteht, auch nur ansatzweise auseinandergesetzt haben. Die bloße Feststellung einer Persönlichkeitsstörung beantwortet diese Frage nicht.&#8221;</em></p>
<p>Die Entscheidung war zu erwarten, liegt sie doch genau auf der Linie, die das BVerfG mit Beschluss vom 23.03.2011 vorgegeben hat. Eine ausführliche Kritik zu dieser immer noch <a href="http://zis-online.com/dat/artikel/2011_8-9_606.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Diskussionen um DSM-V</title>
		<link>http://www.neuroethik.org/diskussionen-um-dsm-v</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 18:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychische Integrität]]></category>
		<category><![CDATA[DSM-5]]></category>
		<category><![CDATA[Psychische Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Psychische Krankheiten sind konzeptionell schwer greifbare Phänomene. Was sind Symptome, Ursachen, Wirkungen, was sind die Krankheitsklassifikationen, bezeichnen sie eigenständige Entitäten (so etwa wie Viruserkrankungen eine eigene medizinische Kategorie bilden mögen)? Fragen, die mittelbar auch auf das Verständnis des Verhältnisses von Gehirn und Geist zurückgehen. Im Recht kommt es häufig darauf an, ob eine Krankheit im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Psychische Krankheiten sind konzeptionell schwer greifbare Phänomene. Was sind Symptome, Ursachen, Wirkungen, was sind die Krankheitsklassifikationen, bezeichnen sie eigenständige Entitäten (so etwa wie Viruserkrankungen eine eigene medizinische Kategorie bilden mögen)? Fragen, die mittelbar auch auf das Verständnis des Verhältnisses von Gehirn und Geist zurückgehen. Im Recht kommt es häufig darauf an, ob eine Krankheit im klinisch-medizinschen Sinne vorliegt (etwa für Schadensersatzansprüche, aber auch bei Zwangsbehandlungen). Doch wie diese Kategorien definiert werden, was sie überhaupt sind, ist dem Rechtsanwender häufig nicht klar, und auch nicht von Belang, soweit der Gutachter ihr Vorliegen feststellt. Welche schwierigen Hintergrundannahmen &#8211; <span style="text-decoration: underline;">metaphysische wie normative</span> &#8211; hinter psychischen Krankheiten stehen, wird derzeit bei der Neufassung des DSM &#8211; eines der großen Klassifikationssysteme &#8211; deutlich. Einige Fachverbände, vor allem aus der psychologisch orientierten Richtung, haben gerade einen offenen Brief an die DSM-V task-force der APA gesandt, der<a href="http://www.ipetitions.com/petition/dsm5/" target="_blank"> hier nachzulesen i</a>st.</p>
<p>Kritisiert wird v.a. der Schwenk hin zur Definition psychischer Krankheiten anhand ihre neurobiologischen Ursachen (anstelle von symptomorientierten Ansätzen):</p>
<p><em>Yet, even after “the decade of the brain,” not one biological marker (“biomarker”) can reliably substantiate a DSM diagnostic category. In addition, empirical studies of etiology are often inconclusive, at best pointing to a diathesis-stress model with multiple (and multifactorial) determinants and correlates. Despite this fact, proposed changes to certain DSM-5 disorder categories and to the general definition of mental disorder subtly accentuate biological theory. In the absence of compelling evidence, we are concerned that these reconceptualizations of mental disorder as primarily medical phenomena may have scientific, socioeconomic, and forensic consequences.</em></p>
<p>Auch wird eine Überpathologisierung normaler Gemütszustände befürchtet (die mit einer Übermedikamentierung einhergehen dürfte):</p>
<p><em>Clients and the general public are negatively affected by the continued and continuous medicalization of their natural and normal responses to their experiences; responses which undoubtedly have distressing consequences which demand helping responses, but which do not reflect illnesses so much as normal individual variation</em>.</p>
<p>Hintegründe <a href="http://www.psychologytoday.com/blog/dsm5-in-distress" target="_blank">bei Psychology Today</a></p>
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		<title>Stammzellen nach Athen tragen. Der EuGH und Brüstle v. Greenpeace</title>
		<link>http://www.neuroethik.org/stammzellen-nach-athen-tragen-der-eugh-und-brustle-v-greenpeace</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 22:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz hingewiesen sei auf die Grundsatzentscheidung des EuGH zur Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen in der Sache Brüstle v. Greenpeace, die ein vom Bonner Stammzellforscher gehaltenes Patent auf Vorstufenzellen menschlicher neuronaler Zellen betrifft. Ziel des Forschers ist es, solche Zellen in das menschliche Gehirn zu injizieren um dort neues funktionstüchtiges Gewebe entstehen zu lassen. Erste Studien zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz hingewiesen sei auf die <a href="http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=de&amp;newform=newform&amp;Submit=Suchen&amp;alljur=alljur&amp;jurcdj=jurcdj&amp;jurtpi=jurtpi&amp;jurtfp=jurtfp&amp;alldocrec=alldocrec&amp;docj=docj&amp;docor=docor&amp;docdecision=docdecision&amp;docop=docop&amp;docppoag=docppoag&amp;docav=docav&amp;docsom=docsom&amp;docinf=docinf&amp;alldocnorec=alldocnorec&amp;docnoj=docnoj&amp;docnoor=docnoor&amp;radtypeord=on&amp;typeord=ALL&amp;docnodecision=docnodecision&amp;allcommjo=allcommjo&amp;affint=affint&amp;affclose=affclose&amp;numaff=&amp;ddatefs=&amp;mdatefs=&amp;ydatefs=&amp;ddatefe=&amp;mdatefe=&amp;ydatefe=&amp;nomusuel=br%C3%BCstle&amp;domaine=&amp;mots=&amp;resmax=100" target="_blank">Grundsatzentscheidung des EuGH</a> zur Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen in der Sache Brüstle v. Greenpeace, die ein vom Bonner Stammzellforscher gehaltenes Patent auf Vorstufenzellen menschlicher neuronaler Zellen betrifft. Ziel des Forschers ist es, solche Zellen in das menschliche Gehirn zu injizieren um dort neues funktionstüchtiges Gewebe entstehen zu lassen. Erste Studien zum Implantieren embryonaler Stammzellen beginnen derzeit. Greenpeace will die Aberkennung des Patents, der BGH hatte dem EuGH zur Vorabentscheidung u.a. die Frage vorgelegt, ob die Zellen Brüstles als Embryonen i.S.d. Biopatentrichtlinie gelten.</p>
<p>Die Rechtsmaterie ist kompliziert. Zum einen betrifft das Verfahren (vor dem BGH) nationalstaatliche, europäische und völkerrechtliche (WTO) Vorschriften, zum anderen trifft die Biopatentrichtlinie einige feine Unterscheidungen. So sei der menschliche Körper, „at any stage in its formation or development, including the sequence of a gene” nicht patentierbar; dagegen sollen technische Vorgänge, die auf die Isolation von Bestandteilen des menschlichen Körpers oder die künstliche Herstellung körperidentischer Elemente zielen, durch den Patentschutz gerade gefördert werden. Die verbrauchende Verwendung menschlicher Embryonen für industrielle oder kommerzielle Ziele stünde einer Patentierbarkeit entgegen. Alles steht unter einem ordre public Vorbehalt. Der EuGH entschied, der Begriff des „human embryo“ im Sinne des Patentrechts sei weit auszulegen so dass die in Frage stehenden Zellen darunter fallen. Daher dürfte der BGH das Patent von Brüstle aberkennen.</p>
<p>Juristisch ist die weite Auslegung von „Embryo“ gut vertretbar. Für eine ethische Bewertung fehlt mir, als Patentrechtslaie, das Verständnis (v.a. der praktischen Bedeutung) der Unterscheidungen zwischen Verfahren, ihrer Anwendung in „medical products“ und Bestandteilen des Körpers. (So bezog sich, soweit ich sehe, auch das umstrittene amerikanische Patent auf „Brustkrebsgene“ auf eine diagnostische Verwendung, solche Verfahren scheinen auch nach der Biopatentrichtlinie patentierbar zu sein). Auch erkenne ich nicht, anders als einige Kommentatoren in der Presse, dass damit irgendetwas über die Zulässigkeit der Stammzellenforschung gesagt ist, höchstens über die finanziellen Anreize zu dieser (Stimmen zum Urteil:<a href="http://www.lto.de/de/html/nachrichten/4588/eugh-zum-patent-auf-embryonale-stammzellen-der-gute-zweck-kann-das-mittel-heiligen/" target="_blank"> O. Tolmein bei lto</a> / <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,792465,00.html" target="_blank">Verschiedene bei SpON</a> /<a href="http://www.zeit.de/wissen/2011-10/eugh-stammzellen-urteil" target="_blank">Zeit</a>)</p>
<p>Damit sind wir beim interessantesten Argument für die Patentierbarkeit. Es geht weniger um die Auslegung von „Embryo“ oder ethische Forschungsgrundsätze, und auch nicht, ob die Forschung mit Stammzellen &#8220;unmoralisch&#8221; sei (wenn, dann ist die Patentierung! sittenwidrig), sondern um finanzielle Interessen (Presseerklärung von <a href="http://www.meb.uni-bonn.de/rnb/uploads/pdfs/Br%C3%BCstle-Stammzellpatent.pdf" target="_blank">Prof. Brüstle hier</a> / <a href="http://www.greenpeace.de/themen/patente/patente_auf_leben/artikel/greenpeace_stellungnahme_keine_patente_auf_leben/" target="_blank">Greenpeace dort</a>). In etwa: Nur durch Patentierbarkeit lasse sich medizinischer Fortschritt erreichen, ohne sie sei der Standort Deutschland gefährdet. Faktisch mag das zutreffen. Die Forschung in diesen Bereichen ist wahnsinnig aufwendig und entsprechend teuer. Angenommen, spätere Verfahren würden die Grundlageninvestitionen nicht wieder einspielen, dürfte sich darauf wohl kein Unternehmen einlassen.</p>
<p>Und auch wenn es für Patentrechtsexperten nichts neues sein dürfte, finde ich diese Argumentation verblüffend, oder eher erschreckend. Im Namen der Forschung und Wissenschaft wird also mittlerweile die Patentierbarkeit efordert? Ich dachte immer, sie trete für frei verfügbares Wissen für alle ein, und nicht für exklusive, und das heißt ja v.a.: <span style="text-decoration: underline;">andere ausschließende</span> Nutzungsrechte. Zwar sollten Patente wissenschaftliche Grundlagenforschung nicht behindern (angeblich – praktisch erfordern Forschungsprojekte häufig die Zustimmung von Patentinhabern), aber dennoch erscheint mir die völlige Unterwerfung weithin geteilter ethischer Grundsätze unter Verwertungsinteressen forschender Unternehmen im Namen der Wissenschaft ein hartes Stück. Deswegen vermag ich den zuvor in <a href="http://www.nature.com/nature/journal/v472/n7344/full/472418a.html" target="_blank">Nature </a>veröffentlichten <a href="http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=123276.html" target="_blank">Aufruf einiger Wissenschaftler</a> gegen ein Verbot der Patentierbarkeit nicht ganz verstehen.</p>
<p>Wenn Forschung nur mit Patentierbarkeit möglich ist, stimmt etwas im Grundlegenden nicht. Zum einen, warum eigentlich öffentliche Gelder Grundlagenforschung bezahlen und private Investoren die Gewinne der praktischen Anwendung einfahren. Zum anderen die noch ältere Frage der Aneignung, d.h. wer sich eigentlich wann was, ob nun Wissen oder Eigentum, aneignen und damit andere von der Nutzung ausschließen darf.</p>
<p>Um es mit einem geschätzten Jura Professor der Hamburger Universität zu sagen: Solange die Frage der gerechten Aneignung nicht prinzipiell geklärt wird, lassen sich die Probleme der sozialen Gerechtigkeit, etwa der Überschuldung (Aneignung auf Kosten der nächsten Generation) nicht klären. Gleiches dürfte für die Finanz<em>un</em>ordnung, die Umweltprobleme (Aneignung natürlicher Ressourcen für die Überflussproduktion einiger Länder) und die Patentierbarkeit von Genen, Stammzellen und all dem, was aus ihnen folgt, gelten. Auf einer grundlegenden Ebene scheint es mir nicht weit, von Stammzellen bis nach Athen.</p>
<p>(Jean Luc Godard schlug neulich in der <a href="http://www.zeit.de/2011/41/Interview-Godard" target="_blank">Zeit </a>eine einfache Lösung für die griechische Schuldenkrise vor: Wann immer man sich beim Sprechen der Logik der alten Griechen bedient, müsste man zehn Euro überweisen, wer nicht zahlt, müsse eben anders denken&#8230;)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Habeas Mentem? Zum BVerfG Urteil über psychiatrische Zwangsbehandlungen</title>
		<link>http://www.neuroethik.org/habeas-mentem-zum-bverfg-urteil-uber-psychiatrische-zwangsbehandlungen</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 07:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im März traf das BVerfG (Beschl. v. 22.03.2011 &#8211; 2 BVR 882/09) eine interessante und in vielerlei Hinsicht wegweisende Entscheidung zu psychiatrischen Zwangsbehandlungen (Bericht bei SpiegelOnline; dem Betroffenenverband &#8220;Psychiatrie Erfahrener&#8221;; ein Kommentar des das Verfahren führenden Anwalts Dr. Schneider Mensah Addae). Der Fall betraf nicht die praktisch häufigste Konstellation einer betreuungsrechtlichen Zwangsbehandlung, (dazu jüngst ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im März traf das BVerfG (<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20110323_2bvr088209.html" target="_blank">Beschl. v. 22.03.2011 &#8211; 2 BVR 882/09</a>) eine interessante und in vielerlei Hinsicht wegweisende Entscheidung zu psychiatrischen Zwangsbehandlungen (Bericht bei <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,757342,00.html" target="_blank">SpiegelOnline</a>; dem <a href="http://www.zwangspsychiatrie.de/" target="_blank">Betroffenenverband &#8220;Psychiatrie Erfahrener&#8221;</a>; ein Kommentar des das Verfahren führenden<a href="http://www.die-bpe.de/Kommentar_SAM.html" target="_blank"> Anwalts Dr. Schneider Mensah Addae</a>).</p>
<p>Der Fall betraf nicht die praktisch häufigste Konstellation einer betreuungsrechtlichen Zwangsbehandlung, (dazu jüngst ein<a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2011-08/betreuung-psychiatrie/komplettansicht" target="_blank"> kritischer Artikel in der ZEIT</a>), sondern die eines Patienten im Maßregelvollzug. Die landesrechtliche Ermächtigungsgrundlage (RP- MVollzG) erklärte das BVerfG für nichtig. Vor allem nahm das BVerfG &#8211; zurecht &#8211; Anstoß daran, dass keine Unterscheidung zwischen einsichtsfähigen und einsichtsunfähigen Patienten getroffen wird; auch die etwas sorglose Beurteilung von Risiken und Nebenwirkungen und die mangelnde externe Überprüfung ärztlicher Gutachten kritisierte das Gericht.</p>
<p>Unklar bleibt allerdings weiterhin, welche Eingriffe in die Psyche generell zulässig sind und wann der absoluten Schutz genießende &#8220;Kernbereich der Persönlichkeit&#8221; verletzt wird. Das BVerfG spricht von verbotenen Veränderungen &#8220;seelischer Abläufe&#8221;, doch leider führt es nicht weiter aus, was es denn unter der Seele versteht. Sofern darunter alle psychischen Phänomene verstanden werden, wären alle psychiatrischen Zwangsbehandlungen – auch im Betreuungsrecht – zu untersagen. Doch anscheinend geht das Gericht davon aus, dass einige Eingriffe durchaus zulässig sind. Hier bleiben also einige Unklarheiten, die in den Unklarheiten über die rechtliche Stellung der Psyche wurzeln dürften. Leider berücksichtigt der Beschluss die Besonderheiten von Eingriffen in die Psyche nicht. Stattdessen wird weiterhin die nebulöse „Freiheit zur Krankheit“ herangezogen.</p>
<p>Rechtsdogmatisch überzeugt vor allem die Rechtfertigung des Eingriffs kaum. Das BVerfG nimmt eine Abwägung zwischen dem Grundrecht des Betroffenen auf körperliche Unversehrtheit mit dem auf Freiheit (in die durch die Unterbringung im Maßregelvollzug eingegriffen wird) vor.  Ohne dies auch nur zu thematisieren transfomiert es Grund<em>rechte</em> – also Abwehrrechte gegen den Staat – zu Eingriffsrechtfertigungen <em>für </em>den Staat. Das in der Ethik als Paternalismusfrage diskutierte Problem wird nicht erkannt – oder ihm wird keine rechtliche Bedeutung zugemessen. Doch so einfach kann man es sich bei derart schwerwiegenden Eingriffen nicht machen.</p>
<p>Eine ausführliche Kritik, ein bischen Eigenwerbung sei erlaubt, erschien in der letzten Ausgabe der ZIS: <strong><em>H<strong>a</strong>beas Mentem? Psychiatrische Zwangsbehandlungen im Maßregelvollzug und die Freiheit gefährlicher Gedanken.</em></strong> <a href="http://zis-online.com/dat/artikel/2011_8-9_606.pdf" target="_blank">Volltext hier.</a></p>
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		<title>Darf man die Reinkarnation verweigern?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 19:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[China Dalai Lama Reinkarnation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein herrlicher Fall in der FAZ von heute. Der Dalai Lama überlegt , ob er auf seine Wiedergeburt verzichtet. Doch das findet China überhaupt nicht gut, weswegen sie ihm das gerne verbieten würden. Also nicht die Wiedergeburt, sondern die Nicht-Wiedergeburt. Kann man seine eigene Wiedergeburt verweigern? Ist das sowas wie Suizid? Der Hintergrund ist natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein herrlicher Fall in der<a href="http://www.faz.net/artikel/C30351/wiedergeburt-spiel-mit-vertauschten-rollen-30724801.html" target="_blank"> FAZ von heute</a>. Der Dalai Lama überlegt , ob er auf seine Wiedergeburt verzichtet. Doch das findet China überhaupt nicht gut, weswegen sie ihm das gerne verbieten würden. Also nicht die Wiedergeburt, sondern die Nicht-Wiedergeburt. Kann man seine eigene Wiedergeburt verweigern? Ist das sowas wie Suizid?</p>
<p>Der Hintergrund ist natürlich ein ernster. Denn seit 2007 müssen Reinkarnationen &#8211; kein Scherz &#8211; von der kommunistischen Partei genehmigt werden (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/dalai-lama-wiedergeburt-geht-china-nichts-an-1.240642" target="_blank">Bericht in der SZ)</a>. Die will dadurch Macht über die Tibetischen Geistlichen erlangen und hat verfügt, dass man nur noch in China (also eigentlich Tibet) wiedergeboren werden darf. Doch leider halten sich die tibetischen, wie sagt man eigentlich, &#8220;Heilige&#8221; ja wohl nicht, Mönche!, nicht daran und reinkarnieren auch schonmal im Exil, wo sie nicht sofort festgenommen werden. Der Panchen Lama, ein anderer wichtiger Mönch, wurde 1995 in Tibet wiedergeboren und als 6jähriger Junge dann auch gleich und bis heute von den Chinesen verschleppt.Deswegen zieht es der Dalai Lama vor, im Exil oder auch gar nicht wiedergeboren zu werden, worüber die KP entsetzt ist. Man dürfe, so zitiert die FAZ die KP, die Kulturgeschichte der Tibeter nicht zerstören. Jaja.</p>
<p>Mal schauen was meine Kollegen von der EU-China Law School dazu sagen.. (Ach, die reden ja nur über Business)..</p>
<p><a href="http://www.freetibet.org/" target="_blank">Free Tibet!</a></p>
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		<title>Veranstaltung Enhancement 12.10 Hannover</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 12:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[eine Veranstaltung zum Neuroenhancement, am 12.10 in Hannover (ich spreche auch).. Mehr Infos gibts hier Neuro-Enhancement &#8211; Chancen, Risiken und Nebenwirkungen für Einzelne und die Gesellschaft Der Wunsch nach kognitiver Leistungssteigerung und emotionaler Verbesserung der Stimmung ist kein Phänomen unserer modernen Gesellschaft. Zum Beispiel der Konsum von Kaffee oder auch die Meditation sind gesellschaftlich akzeptierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>eine Veranstaltung zum Neuroenhancement, am 12.10 in Hannover (ich spreche auch).. <a href="http://www.gesundheit-nds.de/CMS/index.php/veranstaltungen/179-pillen-fuer-den-geist" target="_blank">Mehr Infos gibts hier</a></p>
<p><strong>Neuro-Enhancement &#8211; Chancen, Risiken und Nebenwirkungen für Einzelne und die Gesellschaft</strong></p>
<p>Der Wunsch nach kognitiver Leistungssteigerung und emotionaler Verbesserung der Stimmung ist kein Phänomen unserer modernen Gesellschaft. Zum Beispiel der Konsum von Kaffee oder auch die Meditation sind gesellschaftlich akzeptierte Methoden, um die Erreichung dieser Ziele zu unterstützen. Erste Studien belegen nun, dass vermehrt Menschen bereit sind (und es auch teilweise tun), diese Ziele mit pharmakologischer Hilfe zu erreichen.<br />
Das Neuro-Enhancement, also der Konsum von Medikamenten durch gesunde Menschen, um sich besser konzentrieren zu können, wacher oder besserer Laune zu sein, wirft viele Fragen auf, die sowohl den Einzelnen betreffen als auch die Gesellschaft. Welche Medikamente stehen zur Verfügung, welche Wirkungen und Nebenwirkungen haben sie? Sollten Neuro-Enhancement-Medikamente für jeden frei zugänglich sein, damit jeder für sich (und für seine Kinder) die Art und Häufigkeit der Einnahme selber bestimmen kann? Können solche Entscheidungen wirklich frei getroffen werden? Oder entsteht ein Druck von außen durch das potentiell Machbare oder einfach nur durch Arbeitsverdichtungen und immer höhere Anforderungen im Alltag? Ist der Wettbewerbsvorteil von Personen, die Neuro-Enhancement betreiben, moralisch vertretbar?<br />
All diese und andere Fragen beinhalten vielfache gesundheitliche, ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte, die auf dieser Fachtagung beleuchtet werden sollen. In den vier Workshops sollen einzelne Blickwinkel bzw. potentielle Anwendungsbereiche vertieft werden. Abschließend wird eine Perspektivdiskussion dazu beitragen, einen Blick in die Zukunft zu werfen, Bedarfe aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen zu geben.</p>
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		<title>ARTE heute: Organe als Ware</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 10:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Medientipps (das Wetter in HH ist herbstlich) Heute, 20.15:ARTE  Der Organmarkt / Auf Leben und Tod  &#8211; Organe als Ware 16.9. ARTE 21:45: Roboter zum Kuscheln &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medientipps (das Wetter in HH ist herbstlich)</p>
<p>Heute, 20.15:ARTE  Der Organmarkt / <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Auf-Leben-und-Tod---Organe-als-Ware/4089792.html" target="_blank">Auf Leben und Tod  &#8211; Organe als Ware</a></p>
<p>16.9. ARTE 21:45: <a href="http://www.arte.tv/de/content/tv/02__Universes/U7__ARTE_20Magazin/01_20Das_20aktuelle_20Heft/edition-2011.09.05/ART_2002_20Roboter/4099594.html" target="_blank">Roboter zum Kuscheln </a></p>
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